Training
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Training
Wofür dieses Kapitel da ist
Das Training ist der Kern der App. Alles andere — Rekorde, Fortschrittskurven, Streak, Verlaufskarten — entsteht aus den Sätzen, die du während einer Einheit einträgst. Dieses Kapitel beschreibt die drei Wege ins Training und erklärt, warum die App an manchen Stellen etwas von dir will, das andere Apps nicht wollen.
Die drei Wege ins Training
| Weg | Wann | Ergebnis |
|---|---|---|
| Workout anlegen und starten | Du weißt vorher, was du machst | Eine Vorlage, die du beliebig oft wiederholst |
| Quick Workout | Du stehst schon im Studio und legst einfach los | Eine Einheit ohne Vorlage — am Ende entscheidest du, ob eine daraus wird |
| Geplante Einheit | Der Termin steht im Planer | Dasselbe wie Weg 1, nur mit Datum davor |
Wer regelmäßig dieselben Einheiten fährt, legt sie einmal als Workout an. Wer unregelmäßig trainiert, kommt mit dem Quick Workout weiter und hat trotzdem alle Zahlen.
Ein Workout anlegen
Das Anlegen läuft in drei Schritten:
- Name, Sätze und Wiederholungsbereich. Der Bereich ist eine Spanne, kein fester Wert — „8 bis 12” heißt: Solange du in dieser Spanne bleibst, ist der Satz im Plan. Diese Angaben gelten als Vorgabe für alle Übungen des Workouts.
- Übungen auswählen. Die Bibliothek lässt sich nach Namen und nach Muskelgruppen durchsuchen. Findest du eine Übung nicht, legst du sie direkt aus der Suche heraus als eigene an.
- Termin — oder eben nicht. Du kannst das Workout gleich in den Planer legen (heute, morgen, in sieben Tagen oder ein freies Datum) oder den Schritt überspringen. Übersprungen heißt nicht verloren: Das Workout steht in deiner Liste und lässt sich jederzeit später einplanen.
Ein bestehendes Workout bearbeitest du über denselben Weg — auch mitten in einer laufenden Einheit, wenn du merkst, dass eine Übung fehlt.
Eigene Übungen
Die mitgelieferte Bibliothek deckt das Übliche ab, aber nicht deine Spezialitäten. Eigene Übungen bekommen eine Kennzeichnung, damit du sie in der Liste erkennst, und du ordnest ihnen bis zu drei Muskelgruppen zu: primär, sekundär, tertiär. Diese Zuordnung ist nicht Zierrat — aus ihr entsteht die Auswertung, welcher Muskel diesen Monat dein Schwerpunkt war.
Eine eigene Übung lässt sich später umbenennen, anders zuordnen oder löschen. Beim Löschen verschwindet sie aus künftigen Workouts; deine bereits protokollierten Sätze bleiben.
Eine Einheit durchführen
Beim Start läuft eine Uhr mit, die die gesamte Dauer der Einheit misst. Du tippst eine Übung an und trägst Satz für Satz Gewicht und Wiederholungen ein.
Sechs Dinge lohnt es sich zu wissen:
- Nichts ist gespeichert, bevor du den Satz speicherst. Die Räder für Gewicht und Wiederholungen stehen erst einmal nur da. Erst das Speichern macht daraus einen Satz — an einem Symbol erkennst du, welche Sätze schon liegen. Gespeicherte Sätze kannst du wieder antippen, ändern oder löschen.
- Die Schrittweite gehört dir. Wie viel das Gewicht pro Tippen springt, stellst du selbst ein, und zwar je Übung getrennt. Die Hantelscheiben an der Langhantel sind andere als die Schritte an der Beinpresse, und die App merkt sich beides. Welche Schritte zur Wahl stehen, hängt an deinen Einheiten: 0,5 · 2,5 · 5 · 10 kg oder 1 · 5 · 10 · 25 lb. Das sind zwei eigene Raster, keine umgerechneten — ein umgerechnetes stünde bei 5,5 und 11 lb, also auf Zahlen, die auf keiner Scheibe stehen.
- Der Wiederholungsvorschlag sagt, woher er kommt. Unter den Rädern steht eine Legende: Gelb heißt „aus deinem letzten Training dieser Übung”, Rot „das ist über zwei Wochen her”, Grün „aus einem Satz von heute berechnet”. Ein Vorschlag mit rotem Zeichen ist ein alter Wert, kein Ziel.
- Alternative Übung. Ist das Gerät besetzt, tauschst du die Übung für heute gegen eine andere. Der Tausch gilt zunächst nur für diese Einheit. Erst am Ende fragt die App, ob das Workout die Änderung dauerhaft übernehmen soll.
- Die Warnung bei zu hohem Gewicht erscheint, wenn dein eingetragenes Gewicht über dem liegt, was die App aus deiner Historie als Maximum schätzt. Sie hindert dich nicht — du bestätigst sie bewusst, indem du die Schaltfläche drei Sekunden hältst.
- Beenden dauert absichtlich drei Sekunden. Die Abschluss-Schaltfläche muss gehalten werden, damit kein versehentliches Tippen mitten in der Einheit alles beendet.
Brichst du ab, statt zu beenden, fragt die App, was mit den bereits eingetragenen Sätzen geschehen soll. Und wenn die App abstürzt oder das Telefon ausgeht, wirst du beim nächsten Start gefragt, ob du die unfertige Einheit fortsetzen, als beendet eintragen oder verwerfen willst.
Die Zusammenfassung
Nach dem Beenden siehst du die Einheit auf einer Seite: Dauer, Sätze, Übungen, bewegtes Gesamtgewicht — und den Vergleich mit dem letzten Mal. Beim ersten Durchlauf gibt es diesen Vergleich naturgemäß nicht; die App sagt das, statt eine Null hinzuschreiben. Neue Rekorde erscheinen hier zuerst. Wenn du magst, teilst du die Zusammenfassung von hier aus.
Quick Workout
Das Quick Workout beginnt sofort mit laufender Uhr und ohne Vorlage. Du fügst Übungen hinzu, während du trainierst. Am Ende — nachdem mindestens ein Satz eingetragen ist — fragt die App, was daraus werden soll:
- Als Workout speichern: Es entsteht eine Vorlage, die du künftig wiederholen kannst.
- Nur als Tagebucheintrag: Die Sätze zählen für Rekorde und Statistiken, aber es bleibt keine Vorlage zurück.
Das ist der Unterschied zwischen „das mache ich öfter” und „das war heute so”.
Rekorde und Fortschritt
Deine Bestleistungen stehen auf der Startseite in einer Karte: schwerstes Gewicht, meiste Wiederholungen in einem Satz, Streak, Monatsvolumen. Ein Tippen öffnet die vollständige Liste.
Tiefer geht es im Übungsfortschritt, erreichbar über das Dashboard. Dort hat jede Übung, die du mindestens zweimal trainiert hast, drei Ansichten:
| Ansicht | Was sie zeigt | Wofür sie taugt |
|---|---|---|
| Kraftwert | Gewicht × (1 + Wiederholungen ÷ 30) — eine Schätzung dessen, was du einmal schaffen würdest | Vergleicht Einheiten, in denen du unterschiedlich schwer und unterschiedlich oft gehoben hast |
| Volumen | Gewicht × Wiederholungen je Einheit | Beantwortet „wie viel habe ich heute bewegt” |
| Meilensteine | Nur die Einheiten, in denen ein neues Gewichtsrekord fiel | Zeigt die echten Sprünge ohne das Rauschen dazwischen |
In jeder Ansicht erklärt ein Hilfetext, wie die Zahl zustande kommt. Der Kraftwert steigt übrigens auch dann, wenn du dasselbe Gewicht öfter schaffst als vorher — das ist der Grund, warum es ihn neben dem reinen Gewichtsrekord gibt.
Zusammenspiel
Geplante Einheiten kommen aus dem Planer. Jede beendete Einheit erzeugt eine Karte im Verlauf und fließt in die Zahlen des Dashboards.